Beratung

Beratung für LGBT-Migranten
"Du bist nicht alleine!"

Wir bieten Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe: Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle, und ihre Angehörigen können sich zu Fragen des Coming Outs und ihrer Sexualität informieren. Die Beratung erfolgt während den Sprechstundenzeiten oder in Folgegesprächen nach Vereinbarung. Auch anonym. Wenn nötig, vermitteln wir an kompetente Beratungseinrichtungen weiter. Weitere Angebote sind Themenbezogene Seminare, Vortragsreihen, Kulturveranstaltungen. Wir unterstützen uns bestärken bestehende ethnische Gruppen in ihrer Arbeit, die ausschließlich auf ehrenamtliches Engagement basiert. Darüber hinaus helfen wir beim Aufbau von Selbsthilfegruppen und deren Vernetzung.

Gemeinsam mit den bestehenden oder neu gegründeten Selbsthilfegruppen können Lösungsmodelle erarbeitet werden die die Lebensqualitäten der Einzelnen steigern.

Warum gibt es diese Beratungsstelle?

Viele Menschen mit einem Migrationshintergrund haben andere Schwierigkeiten mit ihrem "Coming Out" als die deutsche Mehrheitskultur. In ihren Herkunftsländern, aber auch in Deutschland, werden sie häufig diskriminiert. In den meisten Migranten- Communities ist die Homo-, Bi-, Trans-, und Intersexualität sehr stark tabuisiert, Vorurteile sind weit verbreitet. Ein offener Umgang mit der eigenen Sexualität erscheint oft unmöglich.

Viele Homo-, Bi-, Trans-, und Intersexuelle Migrantinnen und Migranten führen daher ein Doppelleben. Kommt es doch zu einem (eher ungewollten) bekannt werden ihrer Sexualität, werden sie oft durch ihre Familien unter Druck gesetzt. Dazu zählen Drohungen mit Sanktionen, der Entzug der finanziellen Unterstützung oder der Ausschluss aus der familiären Gemeinde.

Coming Out oder wie oder was?

Das Coming-Out ist ein schwieriger Prozess, der die individuelle Entwicklung eines jeden Menschen sehr stark prägen kann. Deshalb sollen im persönlichen Gespräch individuelle Lösungsansätze, die die persönlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Hintergründe der Unterstützungssuchenden berücksichtigen.

Unterstützungssuchende werden von Anfang an begleitet und geraten nicht in ein Spannungsfeld zwischen familiären und kulturellen Regeln einerseits und einem unter Umständen liberaleren Umfeld andererseits. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich Unterstützungssuchende zwischen zwei Welten entscheiden müssen, was zwangsläufig zu einem Integrationshindernis führen und persönliches Unglück zur Folge haben kann.

Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit

Vorurteile gegenüber "anders lebenden" sind auch unter Migranten weit verbreitet. Daher findet eine gezielte Aufklärungsarbeit statt. Im Dialog mit Migrantenverbänden, Beratungseinrichtungen und Jugendzentren wird unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen Besonderheit informiert.

Ziel ist es, die Akzeptanz von "anders lebenden" in den verschiedenen Migranten- Communities zu erhöhen.


Telefon: 0221-2584854 (Mittwoch 17-20 Uhr, Donnerstag 17-19 Uhr)
Berater: Fabian Spies
E-Mail: oder